Kreativ mit dem Chromebook Pt. 1 - Podcast

(Click here for English Version)

 Mein Chromebook ist relativ schnell eine Herzensangelegenheit geworden. Es ist klein, bootet schnell und ich kann alle Aufgaben, die der Tag bringt erledigen.

Ein Chromebook bringt von Haus aus eher wenig Speicher mit, weil man seine Dateien in der Cloud lagern soll. In meinem Fall habe ich 64 GB auf dem Gerät und 100 GB Speicher für 12 Monate direkt beim Kauf erhalten. Das erste Jahr ist also for Free, im zweiten Jahr sind das dann 1,99 im Monat bei 100 GB. Das kann man auch noch schaffen. Außerdem kann man ja per USB auch eine(n) Festplatte / USB Stick anschliessen. Damit erledigt sich dann ohnehin vieles. Eine 1 TB USB Platte bekommt man schon ab 30 Euro.

Vielleicht noch als kleine Anmerkung am Rande: Da ich wirklich nur einen Podcast aufnehmen will und das im Regelfall alleine mache, reicht es mir, ein USB Headset an das Chromebook anzuschliessen. Die Hardware wird erkannt und ich kann nach wenigen Sekunden mit der Aufnahme beginnen. 

Speicherplatz ist wichtig, denn gerade Audiodateien fressen den Speicher als wäre immer genug davon da. Ich habe mir 2 Varianten angeschaut. Eine Online und eine Offline Variante. 


Mit Zencastr läuft die Aufnahme fast von alleine


Zencastr ist die Online Variante. Die Anmeldung mit dem Google Konto ist schnell eingerichtet. Zencastr ist im eigentlichen Sinne ein Service für Podcaster und damit auch am dichtesten an meinem Anwendungsfeld. Ich habe meine Podcasts bisher mit Audacity oder Ardour aufgenommen. Aber eigentlich war beides für meinen Bedarf immer leicht drüber. Also Ardour auf jeden Fall, denn das ist ein komplettes Tonstudio mit dem man auch Bands u.ä. aufnehmen könnte. Total Super, aber zu viel für mich. Auf Audacity kommen wir in Teil 2 zu sprechen.

Nachdem man das Konto eingerichtet hat, kann man sich einen Plan aussuchen. Es gibt nur 2 Varianten, die Pro und die Hobbyist. Pro liegt bei 20$ und bietet alles unlimited. Unlimitierte Gäste und Aufnahmen, 10 Stunden Post Production pro Monat und noch einiges mehr. Der Hobbyist liegt bei 8 Stunden aufnahme pro Monat, man kann nur mit 2 Gästen aufnehmen, man kann nur in mp3 aufnehmen und die Postproduction muss man jedesmal bezahlen. 


In meinem Fall reichen mir 8 Stunden pro Monat auf jeden Fall und auch 2 Gäste...da wäre ich froh wenn ich mal auf 2 Gäste kommen würde :-)

Am Ende der Aufnahme kann man das mp3 File herunterladen und bei bedarf auf “zu Hause” nachbearbeiten. Mache ich aber selten. Die Qualität, die ich bei Zencastr bekomme ich ziemlich gut. Es sei denn das eigene Equipment ist einfach unterirdisch, dann kann Zencastr da auch nicht viel rausholen. Ich sage mal eine Smartphone Freisprecheinrichtung (Headset) ist das mindeste der Gefühle. Damit erreicht man aber schon hörbare Ergebnisse.


Nach der Aufnahme hat man die Wahl, ob Zencastr die Datei direkt in den Google Drive Speicher packen soll oder ob man den Download bevorzugt. Ich habe beides ausprobiert und finde es extrem gemütlich die Datei direkt in die Cloud zu packen und im nachhinein einfach zum Download freizugeben. 


Fazit: Total in Ordnung, solange man ein wenig probiert und für sich noch auf der Suche nach dem richtigen Setup und seinen Ansprüchen an die Produktion ist, ist Zencastr der Perfekte Begleiter. Ich bin von der Struktur der Seite ebenso überzeugt wie vom Ergebnis. Ein kleiner Wehrmutstropfen: Man muss zum Start der Aufnahme Online sein, was bei Chromebooks ja häufig der Fall ist. Allerdings wirklich nur zum Start, das Zencastr die Datei erstmal lokal aufnimmt und dann am Ende erst auf seine Server überträgt. Man muss also bei 3 Stunden Sendung nicht durchgehend Online sein, was das System um einiges praktischer macht.


Im zweiten Teil geht es dann um Audacity als Recording Tool, das ich eigentlich seit Jahren und in allen Situationen einsetze.


 Anmerkung: Zu diesem Blog soll es einen Podcast geben, bald, irgendwann….weiss noch nicht genau!


Kommentare

Beliebte Posts